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Frequenzen und technische Unterversorgung des lokalen Hörfunks in Bayern

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Die Einführung des privaten Rundfunks, insbesondere des lokalen Hörfunks, wurde vor 20 Jahren vor allem damit behindert, dass keine freien Frequenzen zur Verfügung stehen würden. Ein vorgeschobenes Argument, das in ähnlicher Form auch heute noch zu hören ist.

Duales-Drei-Klassen-System

Viele Frequenzen wurden gefunden, vor allem die Bayerische Landeszentrale für neue Medien, hat mit ihrer Technikabteilung die Frequenzlandschaft neu mitgestaltet. Das duale System schien geboren zu sein. Medienrechtlich ja, frequenztechnisch leider bis heute noch nicht. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk besitzt nach wie vor eine technische Überversorgung, der private landesweite Anbieter Antenne Bayern ist in vielen Orten des Freistaates besser zu empfangen als der lokale Rundfunksender, der in seinem Versorgungsgebiet sein Programmangebot auf vielen Frequenzen verbreiten muss und kann. Da die lokalen Radiostationen in den letzten Jahren trotz vieler technischer Probleme ihre Hörer gewinnen und behalten konnten, ist vielfach der Eindruck entstanden, dass es keine technischen Probleme mehr gäbe. Dem ist nicht so.

Mitglieder des Verbandes Bayerischer Lokalrundfunk (VBL) haben deshalb in den letzten Monaten des Jahres 2005 mit ihren Kollegen vom lokalen Fernsehen dokumentiert, wie sich die Empfangssituation von Hörfunksendern für den Verbraucher darstellt: Der Sendersuchlauf eines üblichen Autoradios wurde gefilmt.

Das Ergebnis ist erschütternd. Während viele lokale Radios, vor allem in den Regionen meist mit technischen Einschränkungen leben oder kostenintensiv mehrere schwache Frequenzen nützen müssen, ist der Bayerische Rundfunk in der komfortablen Situation, seine Massenprogramme Bayern 1 und/oder Bayern 3 auf reichweitenstarken Frequenzen so abzustrahlen, dass sie an vielen Punkten in Bayern sogar mehrfach über verschiedene Frequenzen zu empfangen sind. Nicht so ausgestattet ist die Antenne Bayern, aber auch hier ist die Frequenz-Versorgung deutlich besser als von jeder lokalen Station.

Technische Sendeleistungen des privaten Hörfunks

In Zusammenarbeit mit der Firma moreUneed GmbH hat der VBL erstmals im Juli 2007 eine Übersicht über die technischen Sendeleistungen des privaten Hörfunks in Bayern zusammengestellt. Der bayernweite Vergleich zwischen Antenne Bayern und den lokalen Sendern zeigt ein enormes Ungleichgewicht. Die Antenne Bayern kann als landesweiter Sender über 34 Frequenzen an 42 Standorten ihr Programm mit 727,920 kW abstrahlen, während 67 Lokalsender über 189 Frequenzen an 159 Standorten mit nur 90,678 kW verfügen.

Mehr Infos zu den einzelnen Regierungsbezirken und zu den einzelnen Standorten finden Sie auf der Homepage http://www.unterversorgung.de unter "Broschüren".

 

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